Der Countdown – noch wenige Tage bis zum Start

Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zum Start meiner großen Frankreich-Tour. Am 28.05.2017 gegen 11.00 Uhr werde ich in Koblenz starten.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Taschen und Box gepackt. Das Rad wurde mit neuer Bereifung versehen, Kette neu aufgelegt, Ritzel-Paket mit 12/30 aufgesteckt und auch die Cam GoPro Hero 5 in Position gebracht.

Seit  Dezember 2016 habe ich circa 8000 Trainings-Kilometer absolviert. Ich habe mit der Hilfe von Freunden, Bekannten und der Familie meine Vorstellungen zu allen Details verwirklichen können, dafür bin ich allen sehr dankbar.

Leider ist die Homepage zuletzt etwas weniger bedient wurden, trotzdem hoffe ich, dass ich euch einen Eindruck vermitteln konnte, warum und wie man so etwas angeht.

Ich bin sehr optimistisch, dass ich am 14.07.2017 wohlbehalten das Ziel meiner Tour in Koblenz erreiche.

Und nun noch ein paar Impressionen zu den Vorbereitungen:

Streckenplanung mit      

Suche nach der perfekten Ausrüstung  

Nigor Guam 3
Schlafsack Sea to Summit Traveller-Luftmatratze Exped Synmat UL 7 MW

Training, Training, Training  seit Dezember circa 8000 KM

14 Tage Radtraining in Südtirol

 

Große Runde durch das Siegerland 140 km
Das Ziel fest vor den Augen

Die Vorbereitung der Radtour

Streckenplanung

 

An erster Stelle standen bei der Planung meiner Tour, Entscheidungen zu folgende Themen zu treffen:

  1. Welches Rad wird für meine Radreise das passende sein?
  2. Wie möchte ich unterwegs übernachten?
  3. Fahr ich allein oder suche ich mir noch Mitfahrer?
  4. Wie lang wird die gesamte Runde, welche Ziele verfolgst du damit?
  5. Wie und in welchem Maß möchtest du von der Fahrt berichten?

zu 1    Bei der Wahl des Rades habe ich mich relativ schnell dafür entschieden, ein Rad aus meiner Garage zu verwenden, also ein Rennrad und kein Reiserad. Für diese Entscheidung war mir sehr wichtig, ein Rad zu finden, womit sich der Gedanke „Radtouren Sportlich“ verwirklichen lässt und mit dem ich 5000-6000 km in kurzer Zeit fahren kann. Damit stand auch fest, dass  nicht große Packtaschen an meinem Rad hängen sondern ein Anhänger. Einen passenden Hänger habe ich schnell mit dem Weber Monoporter gefunden.

Die Testfahrten mit mit dem Principia 700 (Alu-Rahmen), dem Fondriest Domina (Carbon) und dem Koga Myiata Professional (Stahl) stand schnell fest, das Koga wird es sein. Bei den Testfahrten mit dem Anhänger (auch mit Beladung) hatte ich das Gefühl….damit kannst du fahren. Dabei stellte ich aber auch fest, dass das Gesamtgewicht des Anhängers 22 kg nicht überschreiten darf, sonst wird der „Lastzug“ zu instabil beim Fahren. Das führte dazu, dass ich noch ungefähr 8 kg am Rad laden muss, deswegen vor und hinten leichte Gepäckträger.

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zu 2  Im Zelt oder im Hotel war hier die Frage. Entscheide ich mich für das Hotel, bedeutet das jeden Abend eine passende Unterkunft zu suchen, das ist zeitaufwendig und bestimmt auch teurer als der Campingplatz. Die Wahl für das Zelt macht mich unabhängig, allerdings ist die Variante mit mehr Gepäck verbunden. Bei der Suche nach dem geeigneten Zelt habe ich mich nach guter Beratung im Globetrotter Köln für das Nigor Guam 3 entschieden. Ich habe das Zelt absichtlich größer gewählt, um eventuell das Rad und den Anhänger mit unter zu bringen. Mit einem Gesamtgewicht von 2,4 kg ist es ein absolutes Leichtgewicht, die sehr gute Qualität wird auch das tägliche Auf-und Abbauen ohne Probleme überstehen.

Bei der Tourplanung habe ich dann auch die Strecken so geplant, daß am Zielort ein Campingplatz vorhanden ist. (Übernachtungsmöglichkeiten)

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zu 3    Diese Frage habe ich für mich schnell entschieden.  Um diese Tour nach meinen Vorstellungen zu planen und umzusetzen, gab es für mich nur die Variante, allein zu fahren. Ich habe keinerlei Erfahrungen mit Radreisen in der Gruppe oder als kleines Zwei-oder Dreimann Team. Ich würde mich freuen, wenn mir Besucher ihre, zu dem Thema gesammelten Erfahrungen, berichten.

zu 4   Für die Klärung dieses sehr komplexen Kapitels habe ich sehr viel Zeit investiert. Am Anfang habe ich den Zeitraum für diese Frankreich-Rundfahrt geplant, Abfahrt Mitte bis Ende Mai und für die Reise selbst dann zwei Monate gerechnet, also Rückkehr spätestens Ende Juli. Dann bin ich bei meiner ersten Strecken-Planung mit Garmin connect davon ausgegangen, die Runde gegen Uhrzeigerrichtung zu fahren. Meine vielen Frankreich Aufenthalte machten es mir relativ einfach, die Strecken festzulegen. Die Streckenlängen habe ich je nach den topografischen Eigenschaften zwischen 100 und 150 km gewählt. Dann begann ein ziemlich zeitaufwendiger Prozess mit dem Erstellen der einzelnen Tracks. Im Ergebnis kam ich dann auf diese ungefähr 5500 km. Es waren 43 Etappen, davon 39 auf französischem Gebiet. Bei meiner zeitlichen Planung bin von Anfang an davon ausgegangen, 6 Tage zu fahren und dann einen Ruhetag einzulegen. Damit stand auch der Name für dieses Projekt fest:

„Runde um Frankreich in 50 Tagen – 43 Etappen = 5700 km“

Bei der Festlegung der Fahrtrichtung habe ich mich viel später noch einmal anders festgelegt, also jetzt in Uhrzeigerrichtung. Ich denke, das ich so vielleicht weniger mit Gegenwind-Verhältnissen zu tun habe, auch bin ich der Meinung, dass es einfacher ist, die Alpen in Nord-Süd Richtung zu überqueren.

Es begann jetzt noch einmal eine Phase der Strecken-Planung. Allerdings jetzt mit dem für mich besten Portal für derartige Unternehmungen:

GPSies-Tracks for Vagabonds 

Bei meiner Strecken Planung habe ich auch direkt die Suche nach dem Campingplatz am Zielort mit einfließen lassen. Der ganze Prozess hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Die genaue Reiseplanung mit Etappen, Fahrzeiten, Distanzen und Übernachtungsmöglichkeiten könnt ihr auch hier noch einmal einsehen.

Mein Ziel für die Runde um Frankreich besteht darin, das Land an seiner Peripherie in einem relativ kurzen Zeitraum zu umrunden. Dabei kommt natürlich der touristische Aspekt viel zu kurz, wird jetzt der Eine oder Andere denken. Aber 15 Jahre Urlaub mit dem Wohnmobil hat dieses Anliegen bei mir in den Hintergrund gedrängt, auch hier waren wir schon mehrmals, nach dem Eiffelturm, der meistbesuchteste Ort in Frankreich: Le Mont Saint Michel

Le Mont-Saint- Michel                     jährlich ca. 3,5 Millionen Besucher

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zu 5    Die Frage: „Wie wirst du unterwegs von den Etappen berichten?“, hatte  für mich einen großen Stellenwert. Ich wollte, dass  möglichst viele an meiner Tour de France  teilhaben können. Deshalb entschied ich mich, leider schon etwas spät, für den Aufbau einer eigenen Webseite. Ich wollte diese aber unter meiner eigenen Adresse: radtouren-sportlich.de, veröffentlichen.

Da wir schon 15 Jahre mit dem Wohnmobil in Frankreich unterwegs waren, wollte ich auch gern diese Erfahrungen, aber auch schöne Fotos in meine Webseite einbauen. Ich kann deshalb zu jeder Etappe eine Vorschau schreiben. Hier werde ich im voraus meine Gedanken zu jeder Etappe  äußern. . Interessant wird danach auch sein: „Wie lag ich mit meinen Prognosen?“ In der Vorschau könnt ihr euch auch mit der Region vertraut machen, die ich gerade durchfahre.

Ich habe mich auch dafür entschieden, in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, über mein Vorhaben in der Vorbereitung und auch dann von unterwegs immer schnell und aktuell zu berichten. Weiterhin möchte ich meine Aktivitäten täglich auf Strava und Garmin connect hochladen, damit  habt ihr die Möglichkeit, die zurückgelegte Etappe mit allen Daten und den Streckenverlauf einzusehen.