19. Etappe

Cap Cebrere/Colliure——————Puivert      129 km

Mein Tag heute

Es war meine bisher mit Abstand schwerste Etappe, soviel vorweg…..

Das hatte sich schon angedeutet, es war ziemlich starker Wind die ganze Nacht, obwohl der Platz sehr geschützt lag. Im Zelt habe ich natürlich nicht mitbekommen aus welcher Richtung der Wind bläst, aber schon auf dem Weg zur morgendlichen Wäsche war mir klar, heute gibt es Gegenwind.

Eigentlich wollte ich 8.00 Uhr starten, aber es wurde dann 8.30 Uhr, eine sehr freundliche, französische Familie mit Womo und Zelt hat mir über Nacht meine Akkus komplett aufgeladen, die Kinder haben sich bestimmt über die Tüte Haribo und die Bleistifte gefreut.

Dann habe ich noch den Strand fotografiert, hier sind wir schon mehrmals mit dem Womo gewesen, auch da haben wir schon Bekanntschaft mit dem Wind aus den Pyrenäen gemacht, es ist die Tramontane, ein starker Fallwind aus Nordwest und das war heute meine Fahrtrichtung. In Passa ist meine Garmin „abgestürzt“ deshalb begann die Aufzeichnung der Strecke erst dort, aber da war ich schon 2 Stunden unterwegs und gerade mal 35 km gefahren, aber auch schon knapp 300 HM erreicht. Es war bestimmt nicht die optimalste Strecke bis Millas, die ich mir da zurecht gelegt hatte. Der Strassenbelag eine Katastrophe, er ist so etwas von rauh und holprig, das ich nicht wusste, wie ich auf dem Sattel sitzen sollte, die Radhose hat es wohl hinter sich, das Foto sagt alles, die Sonne ist schuld daran.

Nach Millas dann ein 5 km langer Anstieg so um die 5% Steigung, wäre ohne Wind nicht das Problem, aber mit dem böigen, sehr starken Gegenwind war es dann ein sehr großes. Als dann noch ein Autofahrer hupte, weil ich gerade so eine starke Böe seitlich erwischte und ich zu tun hatte das auszubalancieren, hätte ich dem am liebsten eine Abdruck meiner Sohle in die Seite gedrückt. Dann die etwas längere Abfahrt nach Estagel. Hier dann noch eine Richtungsänderung und jetzt nur noch von vorn, bei immer ansteigender Straße, bei Saint Paul…. dachte ich nun wird es flacher, wurde es auch, aber der Wind noch stärker, ich bin selbst auf fast gerader Straße im Stehen gefahren.

Schöne Begebenheit am Straßenrand in Caudiès, zwei Jungs, ein Fahrrad mit Kinderanhänger und neugierige Blicke zu mir auf die Straße, eigentlich war ich schon vorbei… Sie heißen Ismail und Maverick, haben sich über Bleistifte und Visitenkarte gefreut, dann noch Fotos, in der Zeit hat der Sturm auch gleich noch meinen „Lastzug“ umgelegt…

Dann Richtung Quillan ging es zwar bergab, aber auch nicht so richtig vorwärts. In Quillan dann noch ein richtiger Anstieg, knapp 7km lang, das ging ganz gut, ich kannte den Berg von einem Besuch bei der Tour de France. Die letzten 12 km, immer noch kämpfend gegen den Wind bei abfallender Straße, habe ich dann auch noch geschafft.

Der Campingplatz ist sehr schön und hoffentlich werde ich mich gut erholen.

Morgen beantworte ich noch eure zahlreichen Kommentare und dann kommen noch die Höhepunkte der 3. Woche.

Argeles sur Mer
kleines katalanisches Dorf mit dem Canigou
schaut euch mal die Sträucher an
Ismail und Maverick
schön…in Lavagnac
Blick nach Quillan
hier standen wir bei der TDF?.. jetzt kommt meine eigene hier vorbei…
und da warteten schon die Fotografen
immer wieder schön…so ein Col
die Straße nach Puivert
mein Platz für 2 Tage
das war mal eine schwarze Radhose

18. Etappe

Narbonne————–Cap Cebrere / Colliure      139 km

Mein Tag heute

Heute früh bin ich 8.45 Uhr gestartet. Meine „Nachbarn“ Darija und Gil waren sehr hilfsbereite Dauercamper, ob es ein Stromanschluss, eine tiefgefrorene Wasserflasche oder heute früh noch ein Croissant war, sie haben es sehr gern gemacht, wenn sie meinen Beitrag lesen, vielen herzlichen Dank für alles.

Dann ging es los, zuerst musste ich die knapp 20 km von gestern noch fahren, das war bis kurz nach Narbonne. Auf der stark frequentierten D6009 bin ich dann bis zum Abzweig nach Leucate gefahren, auch mit sehr guter Windunterstützung. In Leucate habe ich eine längere Pause eingelegt, um mit bezahlten WLAN-Anschluss, die Facebook App neu runter zu laden. Das hat eine ganze Weile gedauert, die ich genutzt habe, um Kommentare auf meiner Webseite zu beantworten, noch nicht alle, aber trotzdem eine ganze Menge, ihr seid ja richtig fleißig, werden die Antworten von mir dann auch gelesen?

Dann ging es kurz bergab und ich war auf Meereshöhe, der Wind kam jetzt schräg von vorn, naja ging noch so. Ich fuhr jetzt zwischen den Meeren, links von mir das „richtige“ und rechts der Ètang de Leucate, Fläche: 54 km², also schon sehr groß, genutzt für die Austernzucht und Surfsport.

In der Ferne sah ich dann schon die Ausläufer der Pyrenäen  dunkle Gewitterwolken kamen mir entgegen…Es will doch nicht schon wieder in den Bergen regnen, morgen geht es ja dorthin. Es waren dann von Argeles sur Mer noch gut 40 km bis zum Cap Cebrere und zurück nach Colliure. In Anbetracht der morgigen, schweren Bergetappe habe ich mir einen Campingplatz in Argeles gesucht und war kurz nach 17.00 Uhr am heutigen Ziel…..

Darija und Gil
die immer noch Eisflasche
im Hafen von Gruissan
das auch
Château de Gruissan… das Wappen der Stadt
schön gemacht…gesehen bei Leucate
Blick zurück nach Leucate
was für ein Flickenteppich…
Austernzucht…. im Hintergrund die Corbieres
hier bin ich die nächsten Tage unterwegs
Regen und Gewitter… es sah danach aus, es kam aber nichts davon